MÄDCHEN.MACHEN.MEDIEN III
Mädchen.Machen.Medien III - Mädchen im Web 2.0
Im Oktober 2011 startete der dritte Teil unserer Projektreihe Mädchen.Machen.Medien.
Die Aufgabenstellung:
Im dritten Teil lautete die Aufgabenstellung an die Mädchen, eine eigene multimediale Website zu gestalten und zu erstellen.
Ausgangspunkt für diese Aufgabenstellung war die Erkenntnis, dass Mädchen, wenn es um den Bereich Internet und neue Medien geht, eher die „Nutzerinnen“ sind, während hingegen Jungs eher die Rolle der „Entwickler und Gestalter“ innehaben. Beides hat Konsequenzen für die zukünftigen beruflichen Chancen von Jungen und Mädchen in diesem Bereich.
Mädchen.Machen.Medien III setzte deshalb ganz gezielt hier an, indem die Berufserkundung der Kreativ- und Medienwirtschaft mit einer konkreten Förderung der Techniknutzung und -kompetenz von Mädchen verknüpft wurde:
Unter der Vorgabe, eine multimediale Website zu erstellen, konnten die Teilnehmerinnen vielfältige technische Kompetenzen erlernen, die sie später selbständig anwenden können.
Nach der erfolgreichen Plakatkampagne gegen riskanten Alkoholkonsum von Mädchen für Mädchen (Mädchen.Machen.Medien I) und der Fotoausstellung zum Thema „Die Vielfalt von Mädchen-Sein heute“ (Mädchen.Machen.Medien II), war dies die passende Weiterführung der Projektreihe.
Der Prozess:
Die 8 Teilnehmerinnen im Alter von 14-17 Jahren waren Stuttgarter Schülerinnen der Schloss-Realschule für Mädchen sowie Bewohnerinnen der pädagogisch-therapeutischen Mädchenwohngruppe JELLA (bw-lv).
In pädagogisch angeleiteten Workshops haben sich die Mädchen zunächst mit ihren eigenen Vorstellungen von Mädchen-Sein heute und ihren beruflichen Perspektiven bzw. Wünschen beschäftigt. Diese wurden dabei unter anderem den Erwartungen, die sie seitens der Gesellschaft, dem Freundeskreis oder der Familie wahrnehmen, gegenübergestellt und reflektiert.
Durch die Verschiebung des Blickwinkels, weg von den äußeren Erwartungen, hin zu den eigenen, individuellen Fähigkeiten und Ressourcen wurden die Mädchen angeregt, eigene Ziele und Ideen zu entwickeln.
Danach erfolgte gemeinsam die Auswahl derer Berufe, die für die Mädchen von besonderem Interesse waren und zu denen sie üblicherweise wenig Zugang haben: Steinbildhauerin, Übersetzerin, Tätowiererin, Mediengestalterin, Fotografin, Hebamme…
Während einer intensiven Kleingruppenphase haben die Teilnehmerinnen dann die Frauen bzw. weibliche Auszubildende in deren Arbeitsumfeld besucht, sich über das Berufsfeld informiert sowie über Aufstiegschancen und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgetauscht.
Die Gespräche wurden von den Teilnehmerinnen fotografisch und filmisch festgehalten, danach aufbereitet und durch Textbeiträge ergänzt.
In der letzten Projektphase wurden die Mädchen unter professioneller Anleitung von einer Kommunikations- sowie einer Interfacedesignerin mit den technischen Vorraussetzungen zur Gestaltung einer Website vertraut gemacht und die bisher erstellten Film-, Foto- und Textbeiträge gemeinsam eingepflegt.
Die Teilnehmerinnen waren an dem gesamten kreativen Produktionsprozess von der Ideenentwicklung zu Aufbau und Inhalt der Seite bis hin zum fertigen Internet-Auftritt aktiv beteiligt und prägten dessen Verlauf und Ergebnis in entscheidender Art und Weise. Wichtig war dabei, dass die Mädchen durch aktives Tun nicht nur ganz konkrete neue medientechnische Fähigkeiten erlernen konnten, sondern zugleich ein Gespür dafür entwickelten, was ihnen liegt und wo ihr berufliches Interesse hingeht.
Weitere Bausteine des Projektes waren u. a.:
- Besuch bei der Kommunikationsagentur Milla und Partner mit einer Einführung in Kommunikationspolitik und der Vorstellung der dortigen Berufsfelder.
- Führung hinter die Kulissen der Staatstheater Stuttgart mit Einblick in die dortigen (Ausbildungs-) Werkstätten.
Das Ergebnis:
Entstanden ist die Homepage www.lagaya-mmm.de, auf der sich die Mädchen selbst sowie die von ihnen porträtierten Berufe präsentieren.
Die Homepage wurde am 23.01.2012 im Rahmen einer Abschlusspräsentation vor ca. 30 Gästen vorgestellt und kann seither von der Öffentlichkeit im Internet besucht werden.
Mädchen.Sucht.Auswege bedankt sich bei den Projektpartnern:
Pädagogisch-therapeutische Mädchenwohngruppe JELLA, bw-lv
Schlossrealschule für Mädchen
Staatstheater Stuttgart
Kommunikationsagentur Milla und Partner
net-pix Ltd, Corinna Kammerer
Rita Schneider, Kommunikationsdesignerin
Anna Schäffler, Interface-Designerin
Das Projekt wurde gefördert durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg sowie dem Projektmittelfonds Zukunft der Jugend, Stuttgart.
Nähere Informationen erhalten Sie bei:
Anja Schubert
Tel: 0711 / 640 54 90
E-Mail: maedchen.auswege@lagaya.de
Hier gibt es nähere Infos zu Mädchen.Machen.Medien I.
Hier gibt es nähere Infos zu Mädchen.Machen.Medien II.