Was ist zu tun, wenn Zeichen einer Sucht auftreten?

Allgemein gilt – NIEMAND gibt gern zu, ein Suchtproblem zu haben! Die Entstehung von Sucht ist in der Regel ein mehr oder weniger langer Prozess, der von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird. In jeder individuellen Suchtgeschichte - trotz allen, manchmal gravierenden Unterschieden – ist immer ein Zusammenspiel von familiären (teilweise genetischen), sozialen und (sub-)kulturellen Aspekten zu beobachten. In der Regel wird ein problematischer Konsum von Alkohol, sonstigen Substanzen oder ein gestörtes Essverhalten lange bagatellisiert oder gar als „normal“ betrachtet. (Tun doch sowieso alle, oder?!)

Umbruchsphasen, bzw. bedeutende Veränderungen der Lebensumstände, wie z.B. das Verlassen des Elternhauses, Wechsel der Schule, bzw. Anfang von Ausbildung, Trennung vom Partner/der Partnerin, Verlust des Arbeitsplatzes usw., lassen sich häufig zu Beginn einer Suchterkrankung erkennen. In solchen Situationen können Alkohol, Drogen, Tabletten oder der Beschluss, eine Diät zu machen, erstmal als eine Erleichterung, bzw. als eine angenehme Abwechslung empfunden werden. Bei Mädchen und Frauen spielt auch der Wunsch sich anzupassen, den Erwartungen der Umgebung (die manchmal sehr widersprüchlich sind) gerecht zu werden, eine große Rolle.

Daher ist es wichtig, sich Klarheit zu verschaffen!

Ein aufmerksamer, respektvoller Umgang mit sich selbst ist eine der wesentlichen Voraussetzungen eine Sucht vorzubeugen, oder, falls das Problem schon entstanden ist, ein entscheidender Bestandteil der Genesung.

Information - gibt es im Internet (siehe Links), Beratungsstellen, usw.

Clearing - die Situation realistisch einschätzen - sprechen mit Betroffenen, mit Fachkräften.

Hilfe holen – lieber zu früh, als zu spät! Manchmal bringen die eigenen Bemühungen oder die gut gemeinten Ratschläge von Familie und Freunden nicht wirklich weiter, dann ist es sinnvoll, sich professionelle Unterstützung zu holen. Auch wenn die Grenzen zwischen problematischem Gebrauch, schädlichem Gebrauch und Abhängigkeit fließend sind, hat Sucht außer den körperlichen Komponenten immer eine Auswirkung auf die „ICH-Struktur“, d.h., sie betrifft die gesamte Persönlichkeit.

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