Wie wirkt Ecstasy?

Ca. 20-60 Minuten nach der Einnahme tritt eine leichte, aber spürbare Wahrnehmungstönung ein. Das Denken beschäftigt sich überwiegend mit Beziehungsfragen, Lebensfragen und der Ästhetik der Wahrnehmung. Ein tiefes Vertrauen in das Leben stellt sich ein, ohne dass das formale Denken nennenswert verändert wird. Mit verstärkter Wirkung werden Sinneseindrücke als zunehmend ästhetisch und lustvoll erlebt. Hierbei kann bei höheren Dosierungen das formale Denken langsamer und unkritischer werden. Egoismus, Feindseligkeit und Irritationen rücken in den Hintergrund. Meist wird über einen Zustand von bedingungsloser Liebe berichtet. Für Nichtintoxikierte fällt am ehesten die ekstatische Bewunderung und Offenheit bei den Betroffenen auf. Die motorische Koordination wird vermindert, aber nicht gänzlich gestört.

Ab diesem Zeitpunkt wird die weitere Substanzwirkung entweder als stimulierend, ekstatisch und lebensbejahend (wie beim anschließenden Tanzen) beschrieben oder als beruhigend, beglückend und dabei behilflich, schmerzhafte Erinnerungen distanziert zu betrachten.

Nach etwa zwei Stunden nimmt die Hauptwirkung ab. Manche verlängern diese Phase durch die erneute Einnahme von Ecstasy. Hierdurch kann die Hauptwirkung etwas verlängert werden, weitere Einnahmen verstärken jedoch nur die körperlichen Nebenwirkungen und erlauben keine weitere Rauschverlängerung oder – verstärkung. Die Nach- und Nebenwirkungen können bis zu 20 Stunden anhalten. Es bleiben jedoch für Stunden Beeinträchtigungen der Koordination und Feinmotorik, die meist erst am nächsten Tag wiedererlangt werden. Insbesondere bei häufigem Gebrauch wird von einer depressiv gefärbten Nachphase berichtet.

Quelle: Ralph Parnefjord, Das Drogen Taschen Buch

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