bella – Beratung und Unterstützung für Frauen in der Prostitution

bella ist ein 3-jähriges Projekt in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband e.V. (Café La Strada) und der Werkstatt Parität gGmbH. Mit niedrigschwelligen Angeboten sollen Frauen dabei unterstützt werden, den Ausstieg aus der Prostitution zu bewerkstelligen und zu festigen. Das Projekt richtet sich an wohnungslose bzw. von Wohnungslosigkeit bedrohte Prostituierte und neu zugewanderte Prostituierte aus EU-Staaten, vorrangig südosteuropäischer Herkunft. Die überwiegend jungen Frauen befinden sich aufgrund der (Armuts-) Prostitution meist in einem kritischen Wohnverhältnis, was den Ausstieg erschwert. Sie erleben häufig psychische und körperliche Gewalt, sind daher oft traumatisiert und zum großen Teil in schlechter psychischer und physischer Verfassung. Die Zuwanderinnen verstehen zudem häufig kaum Deutsch, sind oft nicht amtlich gemeldet, haben in der Regel keine Krankenversicherung und leben in der Anonymität.

Unser Ziel:

Ziel im Projekt bella ist es, Frauen im Stadtgebiet Stuttgart beim Ausstieg aus der Prostitution durch Beratung, Information und Heranführung an Angebote des regulären Hilfesystems zu unterstützen. Dabei soll erreicht werden, dass die Frauen einen gesicherten Wohnraum beziehen können, sie sich psychisch stabilisieren können und sich ihre gesundheitliche Situation verbessert.

Unsere Angebote und Aktivitäten:

Mit niedrigschwelligen Angeboten werden die Frauen dabei unterstützt, den Ausstieg aus der Prostitution zu bewerkstelligen und zu festigen. Lagaya e.V. bietet für diese Zielgruppe eine individuelle, ambulante und aufsuchende Beratung an. Unsere Angebote umfassen Einzelgespräche (auch muttersprachlich)/ Beratung bei rechtlichen, sozialen und gesundheitlichen Problemen/ Begleitung zu Ämtern, Behörden, Ärzt*innen, etc./ Hilfestellung bei der Verbesserung der aktuellen Wohnsituation/ Heranführen an das Stuttgarter Hilfesystem.

Ergänzend zur Arbeit mit den Frauen richten sich unsere Aktivitäten auch darauf, zusammen mit der Stadt Stuttgart die relevanten Unterstützungsangebote stärker zu vernetzen, um dadurch nachhaltig die Unterstützung beim Ausstieg aus der Prostitution zu verbessern.

Wie sieht unsere Arbeit konkret aus? Die Frauen, die unsere Hilfe suchen, kommen auf verschiedenen Wegen zu uns. Etwa durch unsere engen Kooperationspartner*innen, durch Selbstmeldung oder durch Mund-zu-Mund-Propaganda innerhalb der Szene. Die Termine können an unterschiedlichen Orten stattfinden. Wir bieten Beratung in unseren Räumen an, aber auch da, wo sich die Frau gerade aufhält. Die Themen können sehr vielfältig sein: Krankenversicherung, die aktuelle Wohnsituation, Drogenkonsum, Schulden oder gesundheitliche Beeinträchtigungen sind ein Teil davon.

Durch Vermittlung und Begleitung in weiterführende Angebote des Stuttgarter Hilfesystems möchten wir die Frauen in Stuttgart „andocken“. Das bedeutet, dass wir bei den ersten Schritten zum Ausstieg so unterstützen, dass dieser nachhaltig gelingen kann. Je nach Bedarf können die Frauen auch längerfristig von uns beraten und begleitet werden.

Unsere Beratung können wir in folgenden Sprachen durchführen: Deutsch, Bulgarisch, Serbo-Kroatisch und Englisch. Für die Sprachen Rumänisch und Ungarisch gibt es eine Dolmetscherin, die wir bei Bedarf zu den Gesprächen hinzuziehen können.

Das Projekt bella wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP) gefördert.

 

Kontakt zu uns

LAGAYA e.V.

Katharinenstr. 22
70182 Stuttgart

Wegbeschreibung

Ansprechpartnerin:
Viktoria Kudec

Telefon:
0711-6405490

E-Mail:
kudec[at]lagaya.de

So kommen Sie zu uns:

Sie erreichen uns sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln über die Haltestellen Olgaeck (U5 / U6 / U7 / U12 / U15 / Bus 42 / Bus 43) und Rathaus ( U21 / U24 /Bus 43 / Bus 44). Wenn Sie mit dem PKW kommen können Sie fußläufig im Züblin oder Breuninger Parkaus parken.