FAQ > Ecstasy

Was ist Ecstasy?

Der ursprüngliche Wirkstoff von Ecstasy ist das Amphetaminderivat MDMA (Methylendioxy – Metamphetamin). Es werden aber auch andere Derivate, wie MDA (Methylendioxy – Amphetamin), MDBD (Methylendioxy – Bromamphetamin) verwendet.

Als Beimengung und auch Hauptwirkstoffe sind Amphetamine, Halluzinogene (zum Beispiel DOB), Coffein und andere toxische Substanzen, wie PMA und Atropin zu finden. Form und Aussehen geben dabei keinen sicheren Rückschluss auf die vorhandenen Inhaltsstoffe.

Szenenamen für Ecstasy sind beispielsweise XTC, Adam (für MDMA), Eve (für MDEA), E, Love, Pille, Teile, Cadillac, Murmel, Tanztablette sowie zahlreiche andere Namen – abhängig vom aufgedruckten Motiv.

Konsumiert wird Ecstasy als Tablette oder Kapsel. In seltenen Fällen wird es als Pulver gesnieft.

Quelle: BZgA / www.bzga.de

Wie wirkt Ecstasy?

Ca. 20-60 Minuten nach der Einnahme tritt eine leichte, aber spürbare Wahrnehmungstönung ein. Das Denken beschäftigt sich überwiegend mit Beziehungsfragen, Lebensfragen und der Ästhetik der Wahrnehmung. Ein tiefes Vertrauen in das Leben stellt sich ein, ohne dass das formale Denken nennenswert verändert wird. Mit verstärkter Wirkung werden Sinneseindrücke als zunehmend ästhetisch und lustvoll erlebt. Hierbei kann bei höheren Dosierungen das formale Denken langsamer und unkritischer werden. Egoismus, Feindseligkeit und Irritationen rücken in den Hintergrund. Meist wird über einen Zustand von bedingungsloser Liebe berichtet. Für Nichtintoxikierte fällt am ehesten die ekstatische Bewunderung und Offenheit bei den Betroffenen auf. Die motorische Koordination wird vermindert, aber nicht gänzlich gestört.

Ab diesem Zeitpunkt wird die weitere Substanzwirkung entweder als stimulierend, ekstatisch und lebensbejahend (wie beim anschließenden Tanzen) beschrieben oder als beruhigend, beglückend und dabei behilflich, schmerzhafte Erinnerungen distanziert zu betrachten.

Nach etwa zwei Stunden nimmt die Hauptwirkung ab. Manche verlängern diese Phase durch die erneute Einnahme von Ecstasy. Hierdurch kann die Hauptwirkung etwas verlängert werden, weitere Einnahmen verstärken jedoch nur die körperlichen Nebenwirkungen und erlauben keine weitere Rauschverlängerung oder – verstärkung. Die Nach- und Nebenwirkungen können bis zu 20 Stunden anhalten. Es bleiben jedoch für Stunden Beeinträchtigungen der Koordination und Feinmotorik, die meist erst am nächsten Tag wiedererlangt werden. Insbesondere bei häufigem Gebrauch wird von einer depressiv gefärbten Nachphase berichtet.

Quelle: Ralph Parnefjord in Das Drogen Taschen Buch

Was sind die Risiken von Ecstasy?

Ecstasy hat nicht nur euphorisierende Effekte. Es hat auch akute und mittelfristige Wirkungen, die je nach Dosierung und Zusammensetzung der Pille unangenehm bis gefährlich sein können. Manchmal wirkt die Pille aber auch einfach nicht wie erwartet, die Enttäuschung kann dann eine missmutige, depressive Stimmung erzeugen.

Besonders problematisch ist, dass manche Personen schon bei einer vergleichsweise geringen Dosis schwerwiegende Komplikationen erleiden. Zwar treten diese Komplikationen eher selten ein, für die Betroffenen kann es aber mitunter tödlich sein. Wen es „erwischen“ kann, ist im Vorhinein nicht feststellbar.

Fest steht aber, dass die Schädlichkeit von Ecstasy umso größer ist, je jünger die Konsumierenden sind. Sogar die gewollten Wirkungen von Ecstasy können junge Konsumentinnen und Konsumenten psychisch überfordern und Ängste auslösen. Manchen erfahrenen Konsumentinnen und Konsumenten kann dies allerdings ebenso widerfahren.

Grundsätzlich gefährlich ist auch die unbekannte Zusammensetzung und Dosierung der Inhaltsstoffe einer Pille. Z. B. wird ein hoher Halluzinogenanteil sehr viel stärkere Wahrnehmungs- und Bewusstseinsveränderungen hervorrufen als MDMA. Dann kann sich leicht ein Horror-Trip daraus entwickeln.

Unangenehm erlebte Wirkungen:

Schwindelgefühle
Übelkeit
Schweißausbrüche
erweiterte Pupillen
Kiefermahlen
Mundtrockenheit

Mögliche gefährliche Wirkungen:

Herzrasen
Ansteigen der Körpertemperatur
Austrocknung
Depressionen
massive Angstzustände (Horror-Trip)
psychotische Störungen
Nieren- und Leberversagen
Herzversagen
Kreislaufkollaps
Tod

Quelle: BZgA / www.drugcom.de