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Was ist Speed?

Speed (auch bekannt unter Pep, Peppen, „was Schnelles“, „arme Leute Koks“) ist eine synthetische Droge, bestehend aus dem Wirkstoff (RS) – 1 – Phenylpropan – 2 – ylazan oder einfacher: Amphetamin und seine Derivate.

Gestreckt wird Speed mit Stoffen wie Koffein, „Edelweiss“, Kalk, Ephedrin, Barbituraten und Paracetamol – wodurch die Konzentration des Wirkstoffgehalts in erheblichem Maße (zwischen 10-75%) schwankt.

Gehandelt wird Speed meist als weißes bis gelbliches (manchmal auch rosa eingefärbetes) Pulver, gelegentlich als eine Art weise Paste oder in Kapselform.

Konsumiert wird Speed, nasal (ziehen einer Line), teilweise auch oral als Pillen. In seltenen Fällen wird Speed auch intravenös konsumiert – was sämtliche Risiken um ein vielfaches erhöht.

Quelle: BZgA, www.drugcom.de

Wie wirkt Speed?

Die Wirkung von Speed setzt ca. 15 Min nach dem nasalen Konsum ein, und dauert ca. 5-12 Stunden. Abhängig ist die Wirkung von der Dosis, dem Reinheitsgrad, den Gewöhnungseffekten, vom persönlichen Befinden und natürlich auch von der Umgebung ab. Die Nach- und Nebenwirkungen können sich bis zu 30 Stunden hinziehen.

Speed stimuliert das zentrale Nervensystem. Die Wirkung von Speed kommt dem körpereigenen Adrenalin nahe. Es wirkt euphorisierend und aufputschend. Die KosumentInnen fühlen sich leistungsfähiger, die Körpertemperatur erhöht sich, das Schmerzempfinden verringert sich. Hunger- und Müdigkeitsgefühle werden stark reduziert. Zudem beschreiben KonsumentInnen erhöhtes Wohlbefinden, generelle Zufriedenheit und Gelassenheit, gesteigerte Aufmerksamkeit und gesteigertes Selbstvertrauen.

Was sind die Risiken von Speed?

Verschiedene Faktoren können dazu führen, dass sich nach der Einnahme von Speed auch unangenehme und gefährliche Wirkungen einstellen können. So spielt die Dosis eine wichtige Rolle, aber auch die Situation, d. h. die Umgebungsbedingungen und die Personenmerkmale. Der Rausch kann beispielsweise zuhause auf der Couch völlig anders entwickeln als in einem lauten und stickigen Club. Insbesondere bei hoher Dosierung und häufigem „Nachlegen“ nehmen die unangenehmen und gefährlichen Wirkungen zu, die im Ernstfall zu lebensbedrohlichen Zuständen führen können. Aufgrund des unbekannten Reinheitsgehaltes von illegalem Speed können sich weitere unkalkulierbare Risiken ergeben.

Körperliche Risiken:

  • starkes Brennen an Nasen- und Rachenschleimhäuten (beim Sniefen)
  • wichtige Körpersignale wie Hunger, Durst oder Müdigkeit werden nicht mehr wahrgenommen
  • Schwitzen oder Frösteln
  • trockener Mund
  • Verkrampfung der Kiefermuskulatur (Kiefermahlen)
  • Zittern, Muskelkrämpfe
  • Erhöhung der Körpertemperatur bis zum Hitzestau mit dem Risiko eines Kreislaufkollaps
  • Zerfall der Muskulatur mit dem Risiko des akuten Nierenversagens
  • Herzrasen oder auch Verlangsamung der Herztätigkeit
  • Schlaganfall
  • Herzinfarkt

Psychische Risiken:

  • Gereiztheit und Aggressionen, die zu Gewalttätigkeiten führen können
  • paranoide, angespannte Gefühlszustände
  • psychotische Symptome (Halluzinationen, Wahnvorstellungen) bis hin zur Ausbildung einer anhaltenden Amphetaminpsychose mit gravierenden psychischen und sozialen Folgen
  • Unruhe, Nervosität
  • depressive Verstimmung
  • Bewusstseinstrübung bis zum Koma

Zudem ist die Fahrtüchtigkeit erheblich beeinträchtigt. Wer sich trotzdem ans Steuer setzt riskiert nicht nur den Führerschein, sondern geht auch ein hohes Unfallrisiko ein.

Beim Abklingen der Wirkung und am „Tag danach“ muss mit katerähnlichen Nachwirkungen gerechnet werden.

Hierzu zählen:

  • Depression und Ängstlichkeit
  • Erschöpfung und Lethargie
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen und Gedächtnisstörungen
  • Gefahr, die Katerstimmung mit weiterem Speedkonsum zu „lindern“, was auch die Gefahr einer Abhängigkeitsentwicklung mit sich bringt

Risiken bei häufigem Speedkonsum

Wer Speed öfter konsumiert, um sich „frisch zu machen“, wird feststellen, dass sich der gesundheitliche Zustand zunehmend verschlechtert. Denn: Speed führt dem Körper keine Energie zu, sondern putscht den Organismus hoch und verbraucht damit seine Kraftreserven. Es hat eben seinen Sinn, dass wir müde werden. Der Körper braucht Erholung, um zu funktionieren.

Wer sich nicht daran hält, wird folgendes erleben:

  • Der Körper entwickelt schnell eine Toleranz, d. h. es muss immer mehr konsumiert werden, um dieselbe psychische Wirkung zu erzielen.
  • Amphetamine haben ein hohes Abhängigkeitspotential, wobei es zu einer starken psychischen Abhängigkeit kommen kann, die häufig psychotherapeutisch behandelt werden muss.
  • Die ständige „Peitsche“ für den Körper belastet das Herz. Ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall ist die Folge.
  • Amphetamine schädigen die Nervenzellen des Gehirns, wobei Methamphetamin die giftigste Wirkung hat.
  • Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen treten auf.
  • Das Immunsystem wird geschwächt, wodurch der Körper anfälliger wird gegenüber Infektionen.
  • Durch das verminderte Hungergefühl leiden die KonsumentInnen unter Mangelernährung und Abmagerung.
  • Durch Sniefen werden die Nasenscheidewand und Nasenschleimhäute stark beschädigt.
  • Bei Frauen kann der Monatszyklus beeinträchtigt werden.
  • Das Verhalten ändert sich, geprägt durch stereotype, d. h. sich ständig wiederholende Handlungen und Gedanken (z. B. Mümmelbewegungen im Mundbereich, ständiges Öffnen immer derselben Schublade).
  • Es kommt häufig zu aggressivem Verhalten.
  • Die Abbauprodukte belasten den Körper noch länger als das Speed wirkt. Sichtbare Folge sind Speedpickel.
  • Zwar steigert Speed das Sexualbedürfnis, nicht aber unbedingt auch die Beachtung von Safer-Sex-Praktiken, wodurch die Wahrscheinlichkeit für sexuell übertragbare Krankheiten (z. B. HIV) ansteigt.
  • Dem Hoch folgt bekanntlich ein Tief: Depression.
  • Psychotische Symptome wie Halluzinationen und Wahnvorstellungen verfolgen Dauerkonsumentinnen und -konsumenten. Auch nach Absetzen des Konsums können diese anhalten.

Quelle: BZgA, www.drugcom.de