Ambulante Suchtrehabilitation
Ambulante Rehabilitation bei Abhängigkeitserkrankungen
Die ambulante Rehabilitation ist eine Entwöhnungsbehandlung im ambulanten Setting, die neben einer beruflichen und familiären Eingebundenheit durchgeführt werden kann und stellt somit eine Alternative zum stationären Setting dar. Denn gerade für Frauen* ist ein mehrmonatiger stationärer Aufenthalt in einer Rehaklinik aus diesen Gründen oftmals nicht möglich.
Die ambulante Reha ist Frauen* mit einer stoffgebundenen (Alkohol, Medikamenten, Cannabis, illegalen Drogen) oder einer stoffungebundenen Abhängigkeit (wie Pathologisches Glücksspiel) sowie mit komorbiden Störungen.
Die ambulante Rehabilitation beinhaltet
fortlaufende wöchentliche Gruppen,
- Einzelgespräche,
- thematische Veranstaltungen
- sowie fachärztliche Untersuchungen.
Die Rehabilitationsgruppe findet in den Abendstunden statt, die regelmäßig stattfindenden Einzelgespräche werden individuell mit der Bezugstherapeutin koordiniert. Zentrale Themen der ambulanten Rehabilitation sind die Auseinandersetzung mit den Zusammenhängen der eigenen Abhängigkeitsentwicklung sowie die Erarbeitung von abhängigkeitsfreien Handlungsmöglichkeiten. In diese Entwicklung fließen entscheidende
Lebenserfahrungen, herausfordernde Emotionen, medizinische Informationen und neue Perspektiven ein.
Das Angebot ist auf 6 Monate ausgerichtet und kann zweimal um ein weiteres halbes Jahr verlängert werden. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Entzugsbehandlung bzw. Suchtmittelfreiheit von 4-6 Wochen in der Motivationsphase, die Bereitschaft zur Abstinenz und die Zusage einer Kostenübernahme durch die zuständige Rentenversicherung oder Krankenkasse, bei deren Beantragung wir gerne unterstützen.
In der ambulanten Reha können wir auch Frauen* behandeln, die außerhalb von Stuttgart leben, allerdings darf der Anfahrtsweg 45 Minuten nicht überschreiten (Vorgabe des Kostenträgers).
Das Team der ambulanten Rehabilitation setzt sich aus ärztlichen, psychologischen und sozialpädagogischen Fachkräften mit therapeutischen Zusatzqualifikationen zusammen. Melden Sie sich gerne telefonisch, per Mail oder kommen Sie in unsere Offene Sprechzeit, wir prüfen dann gemeinsam mit Ihnen die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen.
Ambulante Nachsorge nach einer Entwöhnungsbehandlung
Die Nachsorge ist ein Angebot für Frauen*, die eine stationäre oder ganztags ambulante (Tagesklinik) Entwöhnungsbehandlung beendet haben und bietet die Möglichkeit einer Anschlussbehandlung zur weiteren Stabilisierung. Zentrale Themen der Nachsorge sind die Sicherung des Reha-Erfolges, die
Wiedereingliederung in das Arbeitsleben und die Verbesserung der Teilhabe. Das Angebot ist in der Regel auf 6 Monate ausgerichtet und kann bei Bedarf einmalig um 6 Monate verlängert werden.
In der Regel findet die Nachsorge in Einzelgesprächen und in einer Gruppe statt. Voraussetzung für die Aufnahme ist eine abgeschlossene Entwöhnungsbehandlung und die Zusage einer Kostenübernahme. Diese wird im Regelfall bereits im Vorfeld während der Entwöhnungsbehandlung seitens der Klinik beantragt.
